Ulrike M. Dierkes

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Budapest März 2010




wo gestern noch

Eiskristalle

schneeumrahmte

Fenster schmückten


träume ich dich

und mich an einen

entfernten Ort,


wo nur unsere Liebe

uns kennt, nicht mal

die Ansprüche an uns

uns aufspüren, finden

um zu funktionieren,


sondern nur wir selbst

begegnen - berühren,

erleben und genießen.


Wir schauen, nehmen

uns (an), wie wahr,

und alles, was zählt,

wie der Augenblick


Du und Ich, Wir.

Blaue und braune Augen,

meine und Deine Stimme,

Körper und Seelen, alles,

was uns gefällt ist wichtig.


Wir geben uns, Erotik

Lust, Raum und Zeit,


Zarte Pflänzchen

Tag und Nacht,

Sonne und Schatten,

weiche Kissen oder

der harte Boden,

der Realität.


Lust und Genuss

der Sinne





Wasser-Musik



Das Wetter hatte sich
an diesem Sonntag
an die Vorhersage
gehalten


 es ergoß sich
als Regen
in einer Ansammlung
zahlreicher Tropfen
pünktlich über das Land



 
Ich hatte mich
niedergelassen
und schrieb,
in Gedanken
versunken, einen
Brief, genauer gesagt
 an einen der
Regentropfen



ich würde mir schon
die Zeit vertreiben
 
 
 

und schrieb, den
herabfallenden
Regentropfen
zuhörend,


meinen Brief,


 

während der Regen
mit seinem eigenen
Echo auf Blech
eine eigene Melodie
komponierte,


Kleine Wassermusik


 als meine Gedanken,

Worte und Sätze
plötzlich von einem
herabfallenden Tropfen
auf mein
wasserfestes Blatt
getroffen und unterbrochen
wurden



Zuerst dachte ich
es sei eine Träne
und es hätte mich
gewundert,


wenn mich meine
eigenen Gedanken
zu Tränen gerührt
hätten


die das Blau
meiner Augen
widerspiegeln



dann sah ich,
daß es viel mehr
als
ein Tropfen
oder eine Träne

war


es war eine
Tintenfee


die sich auf
meinem wasserfesten


Papier
nieder ließ


ich schrieb weiter,
um sie herum


ich schrieb
das Graue
vom Himmel


und hoffte,
daß es blau
werden würde,


so blau
wie meine Augen
und die der
Tintenfee


 
 

(Ulrike M. Dierkes, 2007)









Über den Wolken...




Jetzt! Aber...


wo gestern noch

Eiskristalle

schneeumrahmte

Fenster schmückten


träume ich dich

und mich an einen

entfernten Ort,


wo nur unsere Liebe

uns kennt, nicht mal

die Ansprüche an uns

uns aufspüren, finden

um zu funktionieren,


sondern nur wir selbst

begegnen - berühren,

erleben und genießen.


Wir schauen, nehmen

uns (an), wie wahr,

und alles, was zählt,

wie der Augenblick


Du und Ich, Wir.

Blaue und braune Augen,

meine und Deine Stimme,

Körper und Seelen, alles,

was uns gefällt ist wichtig.


Wir geben uns, Erotik

Lust, Raum und Zeit,


Zarte Pflänzchen

Tag und Nacht,

Sonne und Schatten,

weiche Kissen oder

der harte Boden,

der Realität.


Lust und Genuss

der Sinne



(Ulrike M. Dierkes)



***









W i n t e r l i e b e

- Liebe im Winter -


Tage und Nächte im Winter

viel zu lang für Träume,

sie drohen im ewigen Eis

zu erstarren.


Den Winter allein mit Träumen

zu überstehen, kann nur schwer

gelingen,


wäre da nicht der Schnee,

der unsere Liebe in seine

weisse Decke hüllt und uns

in den Winterschlaf wiegt.


Da liegen wir und träumen

auf weisse Kissen gebettet,

in der Friedlichkeit seiner

Stille versunken, in der


Gewissheit, dass seine

weisse Pracht unserer Liebe

etwas Unantastbares verleiht.


Und wir genießen in der

Helligkeit der Wintersonne,

den Glanz unserer Liebe,

auf die Schmelze wartend.


Wüssten meine Gedanken

nichts mit sich anzufangen,

wäre ihnen kein Weg zu weit


würden sie zu Dir wandern,

durch Eis und Schnee stapfen

und Spuren der Liebe

hinterlassen


in Herz und Seele.


(Ulrike M. Dierkes, 14.02.2010)













Fallentinstag

 



 

Was wär' ich

 

ohne Dich??

 

Na logo: ich!

 


 

mit (m)einem

 

Herz Für Dich.

 

Entgegen aller Regeln

 

Heute Großgeschrieben.

 

Noch nie war unklarer,

 

was gilt oder gültig ist.

 


 

Wäre ich Familien-oder

 

Gesundheitsministerin,

 

würde ich auf Reformen

 

verzichten und empfähle

 

zur Qualitätssicherung der

 

Verhältnisse ein Herz aus

 

Glas, als Frühwarnsystem,

 


 

Transparenz der Gefühle,

 

Grad-und Gratmesser für

 

Abgestumpfte, Egoisten,

 

Seelenmörder und gleich

 

Gültige, damit denen nicht

 

entgeht und sie erkennen,

 

wann Gras über sie selbst zu

 

wachsen droht.

 


 

Ein Herz, das liebt, kann

 

bekanntlich gut loslassen

 

und auch verzichten, und zwar

 

auf manche Zeitgenossen!

 


 

Auch ohne vergiftete Pralinen.

 


 

Raspeln Sie nicht soviel

 

Süßholz, das erhöht

 

meinen Blutzuckerspiegel

 


 

Inzwischen gibt es ja auch

 

essbare Pflanzen und für

 

Vegetarier gar Ess-Papier.

 


 

So grüßt und grünt, aus

 

allen Ecken die Industrie

 

der Blumenhändler und

 

Floristen.

 



 

Ich mache mit, so gut mein

 

Geldbeutel kann und zeige

 

Freude über die Dinge, die

 

da kommen, Rosen, Tulpen,

 

Nelken, bis diese welken....

 


 

Mein eigenes Herz?

 

Es schlägt!

 


 

Es hängt mir manchmal aus

 

dem Hals und droht, aus

 

meiner Fassung zu springen.

 


 

Dann laufe ich, in der Gefahr,

 

es an Menschen zu verlieren,

 

die es nicht wirklich verdient

 

hätten, oder drohe mir selber

 

auf der Zunge zu zergehen.

 


 

Mehr kann man nicht leisten

 

sagte ein Schokoladenfabrikant.

 

Das ist im Zeitalter von Hartz 4

 

For oder four You schon wieder

 

sehr viel.

 



 


 

(Ulrike M. Dierkes, 2007)

 


 

Ulrike M. Dierkes 05.02.2010, 13.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Lyrik | Tags: Ulrike M. Dierkes, Schriftstellerin,

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jörg
schön...!
25.9.2009-16:47
Jessica Müller
Liebe Frau Dierkes, ich habe mir vor einigen Tagen das Buch "SchwesterMutter" gekauft und ich war so erschüttert und verzweifelt, was Ihnen wiederfahren ist und was leider noch immer Tausenden weiteren Kindern leider Gottes passiert. Schrecklich, aber ich beneide Sie auch um Ihre Kraft und Ihren Mut, den Sie aufgebracht haben, was bei Gott nicht einfach ist. Ich selber bin kein Kind, was durch inzest enstanden ist, aber trotzdem schmerzt es mich unendlich, wenn ich höre, es passiert und ist geschehen und unsere feine Gesselschaft schaut noch heute viel zu oft weg, was ich so furchtbar und mies finde, denn meistens ist es doch so, dass die Opfer noch als die Schuldigen dargestellt werden. Ich hoffe, dass viele viele Leute dieses Buch gekauft haben und damit ihre Augen geöffnet haben und mehr achten, was in manchen Familien passiert und den Mut aufzubringen, zu helfen, wenn es nötig ist, denn viel zu viele Menschen halten sich die Augen bewusst zu und ich hoffe, dass es besser wird, um all den Opfern des Missbrauchs schneller und besser zu helfen. GLG aus Gelsenkirchen, Jessica Müller
13.3.2009-10:49
Sesana
Ich habe mir vor ein paar Tagen ihr Buch "Schwestermutter" gekauft und heute innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Ich bewundere Sie für Ihre Stärke und Ihr Engagment für all die Leute, die einen ähnlichen Leidensweg wie Sie gehen müssen. Aber Sie geben auch anderen Menschen Kraft durch Ihr Buch. Menschen, die auch durch andere Umstände in Ihren Familien unterdrückt werden oder in ihrem Leben aus Richtung der Gesellschaft. Ich hatte das Gefühl, die Worte gaben Kraft und auch die Gewissheit: "Es geht immer weiter. Man muss die Fäden nur selbst in die Hand nehmen." Einfach toll, wenn die Vergangenheit von Ihnen auch sehr erschreckend ist. Ich werde Ihren Weg weiter mitverfolgen! Liebe Grüße aus Hamburg.
11.12.2008-20:12
Karin
Ihre Lebensgeschichte ist unglaublich! Ich bewundere Sie für Ihre Stärke und Kraft, die Sie aufgebracht haben, damit Sie dort hinkommen, wo Sie jetzt sind! Es schockiert mich, wie Menschen soo sein können! Wie sehr sie sich nach der Gesellschaft richten und Leute die "anders" sind, ausgrenzen! Dieses Buch hat mich sehr bewegt und mich zu anderem Denken bewegt! Machen Sie so weiter! Liebe Grüße aus Österreich!
27.11.2008-19:45
Maria
Das Buch hat mich sehr bewegt. Es war auch irgendwie schrecklich, da ich auch einiges erlebt habe. Ich bin gerade dabei ein Buch zu schreiben. Aber ich werde wohl auch noch eine gewisse Zeit brauchen. Alles Gute!
9.11.2008-22:16